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von Gunter Weißgerber

Im Tohuwabohu untergangen: Duligs Dialektik

Was hatten die Protagonisten von SPD-PDS/Linke seit den 90ern in der Sachsen-SPD nicht alles geschrieben, mitgeschrieben, aufrufen lassen und an Wahlwünschen veröffentlicht. Immer mittendrin Martin Dulig und immer ging es um SPD-PDS respektive Rot-Rot – notfalls unter Beihilfe von Grün in Sachsen. Die sogenannte rechte Mehrheit der CDU sollte, logisch schlecht einleuchtend, ausgerechnet mit sogenannten linken Angeboten gebrochen werden. Wäre dies gelungen, der Sachsen-Nobelpreis stünde ihnen und Martin Dulig zu. Das mit diesem Nobel-Preis dürfte nichts werden und so wird der bisher stets nach links blinkende Mann halt immer und immer wieder Minister in CDU-Koalitionen. Diese Dialektik des Martin Dulig ist eine eigene Geschichte und harrt ihrer Aufarbeitung.

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Bei den Wahl-Analysen fällt auf: Die Tatsache wird zu wenig betont, dass die AfD, so bedenklich ihr Erfolg auch ist, das von ihr erhoffte und von den Medien mit wohligem Schaudern seit der Europa-Wahl und ausgehend von diversen Umfragen hochgespielte Ziel, stärkste Partei zu werden, nicht erreicht hat. Fast klang es vorher so, als stünde eine zweite Machtergreifung vor der Tür. Aber drei Viertel der Wähler haben eben nicht AfD gewählt! Und das Viertel, das sie gewählt hat, kann eben nicht als Nazis oder Fälle für den Psychiater betrachtet werden, das unserer Fürsorge bedarf.

Vielleicht spielte die mediale Behandlung der Ostdeutschen auch eine Rolle beim weit verbreiteten Gefühl, nur Bürger zweiter Klasse zu sein, zumal im Westen der Osten insgesamt gerne für das bewusste Viertel der Wähler in Haftung genommen wird.
Auf jeden Fall muss neu über die Behandlung der AfD nachgedacht werde, so abstoßend etliche ihrer Exponenten und Teile des Umfelds auch sind. Auch, weil durchaus möglich ist, dass die AfD ihr Potential noch nicht ausgeschöpft hat. Die AfD einfach in die rechtsextreme Ecke zu stellen, vor allem aber ihre Themen, schreckt viele Wähler nicht ab.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.