Hans von Storch: Zur Sache Klima. Aufnahme: ©J.Xu Aufnahme: ©J.Xu

Die Absicht dieser Kolumne geht dahin, ruhiger, als es in der Publizistik gemeinhin geschieht, die Hintergründe von Aufregerthemen in Sachen Klimawandel und Klimaschutz zu erläutern, manchmal auch einfach Grundlagen zu erklären. – Hans von Storch, geb. 1949, ist Professor am Meteorologischen Institut der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN), Zweitmitglied an der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften (WiSo) der Universität Hamburg sowie Direktor emeritus des Instituts für Küstenforschung am Helmholtz Forschungszentrum Geesthacht. Er ist Spezialist für Fragen der Klimamodellierung und hat in verschiedenen Arbeitsgruppen des IPCC mitgearbeitet. Zusammen mit Werner Krauß schrieb er das Buch Die Klimafalle: die gefährliche Nähe von Politik und Klimaforschung (2013).

 

von Hans von Storch

Im Zusammenhang mit COP26 in Glasgow wurde ich von einem dänischen Journalisten gefragt, welche positiven Seiten in der bisherigen internationalen Klimapolitik ich sähe. Hier meine Antwort, die gekürzt am 11. November 2021 in Kristeligt Dagblad im Zuge des Beitrages Trods dommedagsprofetier er der grund til klimaoptimisme veröffentlicht wurde

»Es gibt nicht nur positive Seiten. Aber es ist eine gute Idee, auch über die positiven Seiten zu sprechen. Vier positive Elemente fallen mir ein.

von Hans von Storch

Am 5. Oktober hat die Schwedische Akademie der Wissenschaften mitgeteilt, dass erstmals Klimaforscher mit dem Nobelpreis für Physik in 2021 ausgezeichnet werden. Klaus Hasselmann und Suki Manabe, for the physical modelling of Earth’s climate, quantifying variability and reliably predicting global warming. Die Medien in Deutschland waren begeistert und berichteten prominent.

Klima – das ist die Statistik des Wetters, in Atmosphäre, Ozean und anderen Komponenten des Klimasystems. Klimaforschung fragt, wie diese Statistiken zustandekommen, wie sie sich verändern, wie das Klimasystem funktioniert und wie es auf externe Störungen reagiert. In den letzten 50 Jahren sind gewaltige Fortschritte gemacht worden in diesem Wissen. Inzwischen geht es fast nur noch um den Klimawandel, der sich seit 30 Jahren immer deutlicher herausschält.

Gastbeitrag von Uwe Grünewald

Das Leben auf der Erde – einschließlich dem der menschlichen Gesellschaften – ist seit Existenzbeginn kosmischen (wie Meteoriten und Asteroiden), geologisch-tektonischen (wie Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis, Hangrutschungen), meteorologischen (wie Starkwinde, Winterstürme, Wirbelstürme, Kälte- und Hitzewellen), hydrometeorologischen (wie Starkregen und Starkschneefälle, Hagel, langandauernde und flächenhaft ausgedehnte Niederschlagsereignisse), hydrologischen (wie langanhaltenden und großräumigen Überflutungen, kurzzeitige Sturzfluten, Dürren und Trockenheiten) Naturgefahren ausgesetzt.

Im Laufe der Evolution realisierten sich diese Gefahren in dementsprechenden Naturereignissen mit fatalen bis katastrophalen Folgen. So soll das »(Kreide/Tertiär) Boundary Extinction Event auf den Einschlag des Chicxulub Asteroiden im Bereich des heutigen Mexiko« zum y"massiven Verschwinden der großen Sauriers« [1] geführt haben und z.B. »Im 20. Jahrhundert dürften etwa 60 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen verstorben sein« [1].

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.