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von Herbert Ammon

Es kam, wie es nach der Wahlniederlage der beiden Unionsparteien kommen musste: In der CDU – und auf bayerische Weise auch in der CSU – ist der Streit entbrannt, wo und bei wem die Ursachen für den Sturz aus der Wählergunst und aus der Macht zu suchen seien. In der Klima- oder in der Corona-Krise, bei den grünen, klimabesorgten und sternchenverzierten Jungwählern, an Laschets Auftritt während der Flutkatastrophe oder an Söders Quertreibereien?

Selten fällt der Name Merkel. Die noch amtierende Kanzlerin bleibt von Vorwürfen weitgehend verschont. Vermutlich, weil die potentiellen Kritiker – sofern nicht junge Parteikarrieristen – die Frage abbiegen wollen, warum sie sich erst jetzt zu Wort melden.

von Gunter Weißgerber

Die Koalition der Rettungswilligen bestimmte die Eckdaten für den Flug mit ihrer fliegenden Untertasse. Sie fliegen über uns hinweg. Alles soll gerettet werden, zusätzlich kosten soll es nichts

Wer das glaubt, wird selig und ihm gehört die Utopie. Der Abstand zur Realität wird größer, das Erwachen wird unschön.

Die Sondierungsergebnisse lassen aus Sicht der Sondierer nur einen Schluss zu: Deutschland befindet sich in Ruhe und Sicherheit, ist stabil und auf dem Weg der Einheit von Klimawirtschafts- und Sozialpolitik. Experimente muss Deutschland nicht scheuen.

von Gunter Weißgerber

Die Deutschen haben am 26. September 2021 einen neuen Bundestag gewählt. Als erster Sieger im Parlaments-Keller mit 25,7 Prozent fühlt sich die SPD. Den Anspruch zweiter Sieger im Keller zu sein, erhebt die Union (CDU/CSU) mit 24,1 Prozent. Beide Parteien sind, gemessen an ihren früheren Plätzen im Herzen der politisch denkenden Deutschen, tief abgestürzt.

Ungeachtet dessen sehen beide sich als Gewinner und beanspruchen die Kanzlerschaft jeweils für sich. Zwei Bundeskanzler kann es selbst nach 16 Jahren Angela Merkel nicht geben. Soweit hat selbst diese Frau die Bundesrepublik noch nicht in die Nähe zu Bananenrepubliken gerückt. Also muss es eine Entscheidung für einen Bundeskanzler von der SPD oder der Union geben. Soweit ist die deutsche Welt noch in Ordnung.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.