von Helmut Roewer
Das jüngste Gemetzel in Nahost begann am 28. Februar 2026. Dieser Krieg beruht, so wie es in der Weltpolitik nur zu häufig zu beobachten ist, auf zwei einander feindseligen, unversöhnlichen Standpunkten, die dann schließlich in einen heißen Krieg einmünden. Mit anderen Worten: Der Gewaltausbruch kam nicht aus dem Nichts, sondern er hat eine lange Vorgeschichte. Genau genommen hat er deren zwei. Es geht um zwei miteinander unvereinbare Geschichtserzählungen, zum einen um die Persiens und zum andern um die der Juden und – hiervon unentwirrbar – die des Staates Israel.
von Jobst Landgrebe
Der Filmemacher Robert Cibis ist ein verdienstvoller Mann. Während der Corona-Panik behielt er einen klaren Kopf und machte zahlreiche Filme und Interviews, um zu zeigen, dass die Massenangst unberechtigt und schädlich war, dass die Maßnahmen sinnlos waren und die Immunisierung gegen das Virus mit Hilfe von Nukleinsäuren keine gute Idee war. Das hat im viel Ärger, aber auch Respekt und Bewunderung eingebracht. Jedenfalls ist ihm irgendwann klar geworden, dass in unserem Gemeinwesen ein fundamentales Ungleichgewicht eingetreten ist. Er thematisiert diesen Sachzusammenhang nun in einer neuen Dokumentarfilmreihe über Angela Merkel. Der erste Teil der Reihe, die in mehreren Episoden Leben und Wirken der achten deutschen Bundeskanzlerin beleuchtet und analysiert, ist gerade erschienen. Der Film thematisiert die familiäre Herkunft und den frühen Werdegang Merkels, die in der DDR, bei deren Ende sie 35 Jahre alt war, mit zahlreichen Privilegien aufwuchs und als FDJ-Führungskraft ihre ersten politischen sowie berufliche Schritte machte. Zu Wort kommen Merkel-Biographen sowie Zeitzeugen wie Hans-Georg Maassen oder Vera Lengsfeld, die für und mit Merkel jahrelang gearbeitet haben. Handwerklich perfekt im nüchternen Dokumentarstil gemacht informiert der sehr sehenswerte Film zu ausgewählten Themen in Merkels Werdegang vor der Kanzlerschaft. Auf die Fortsetzung darf man gespannt sein.
Man kann den Film hier erwerben oder hier als Abonnent von Cibis Plattform streamen.
Noch nicht alle Hoffnung fahren lassen! - Sind nur die 68er an der Misere schuld?
Herbert Ammon
„This is the way the world ends / Not with a bang but a whimper.“ Die von dem Dichter T.S. Eliot 1925 erstellte Zeitdiagnose scheint sich ein Jahrhundert später vor unseren Augen zu bestätigen. Mit einer Mischung aus Unbehagen und Hilflosigkeit beobachten wir die seit einigen Jahrzehnten – forciert durch Angela Merkels Grenzöffnung 2015 – fortschreitende Revolutionierung unserer Lebenswelt, gekennzeichnet durch social media, Geburtenschwund, Ende der „bürgerlichen“ Familie, zahllose Kirchenaustritte, Verwahrlosung der Städte, Migrationsströme und Vordringen des Islam.
Anno 2017 erschien der Warnruf „The Strange Death of Europe“ von Douglas Murray – ohne Re-sonanz im linksliberalen Feuilleton, geschweige denn in der Politik. So weist alles auf den Abschied vom Abendland hin. Der Begriff selbst ist – nicht erst seit dem Auftritt von PEGIDA - verpönt und wird nur noch im Kreise von konservativen Neo-Spenglerianern um David Engels gepflegt.
In seinem kleinen Essayband spricht Ferdinand Knauß vom – gelähmten - „Westen“, meint aber den außer Kurs gesetzten Begriff für die – nach Definition des Bundespräsidenten Theodor Heuß - auf den „drei Hügeln“ – Akropolis, Capitol und Golgatha – gegründete Kultur Europas. Das reale Gegenbild skizziert er in dem von arabischen Migranten geprägten früheren Arbeiterviertel in Saarbrücken. Auf die verzweifelte Lage der der noch verbliebenen Autochthonen angesprochen, entgegnete der Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), „den Wandel“ müssten die Einheimischen erst mal verarbeiten, aber das Rad lasse sich eben nicht mehr zurückdrehen.(51f.)
