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Wir haben uns daran gewöhnen müssen, dass über die Grund-Annahmen der Klima-Politik überhaupt nicht mehr geredet wird. Als da wären: Die Prognosen zur Erderwärmung, die Rolle des CO2, dabei, die bisherigen Klima-Zyklen mit ihren Ursachen, die Rolle extraterrestrischer Ursachen, z.B. der Sonnen-Aktivität, der Anteil menschengemachter Aktivitäten und schließlich – sollten die Grundannahmen der offiziellen Politik überhaupt zutreffen – die Frage der Zeit, die uns für Änderungen bleibt.

Statt rationaler Erörterungen erleben wir eine stark unterkomplexe Darstellung der Problematik, verbunden mit der Verketzerung Andersdenkender, vor allem aber Panikmache allerorten. Zuletzt angeheizt durch die Straßendemos junger Leute. Und hemmungslos verstärkt durch die agitatorische Einseitigkeit vieler Medien. Ein kleines Beispiel. Wenn das öffentlich-linkische Fernsehen über den CO2-Ausstoß berichtet, werden gerne Rauchwolken aus großen Kühltürmen gezeigt. Doch tatsächlich ist das kein Rauch, sondern purer Wasserdampf.

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von Ulrich Siebgeber

Man könnte mir den Seriositätspreis des deutschen Kabaretts anbieten und ich würde ihn annehmen – natürlich unter Gelächter, schließlich gehört sich das so. Ich bin zwar kein Kabarettist, aber manchmal wird das schiere Lesen zum kabarettistischen Ereignis und wer will da fehlen? Das Lesen ist meine Bühne, sie steht gleich neben der Berliner Siegessäule, dort, wo der Wille zum Sieg in diesen Tagen vor allem junge Gemüter in Versuchung führt. »Wir selber suchen keinen Schulterschluss mit irgendwelchen Parteien, wir wollen auch nicht die nächste Wahl beeinflussen. Wir adressieren hier in Berlin einzig und allein die deutsche Regierung. Die muss jetzt den Klimanotstand ausrufen. In dieser Woche!« Nein, das war nicht ich, das war…: Extinction Rebellion im NZZ-Interview vom 9.10.2019 aus dem Mund ihrer deutschen Sprecherin Annemarie Botzki, einer zweifellos begabten Klimanotstands-Darbieterin. Aber ebenso zweifellos muss ich adressiert gewesen sein, so deutlich und lautstark fiel mir bei diesen Sätzen die Kinnlade herunter. Denn diese Sätze, hoppla, die kannte ich doch, wenngleich … warten Sie … stimmt!

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Afrika und die Afrikaner lieben und die gegenwärtige gut gemeinte ›Entwicklungshilfe‹ ad absurdum führen – passt das zusammen? Im Falle von Volker Seitz und seinem immensen Erfahrungsschatz kann die Frage nur eindeutig mit ›Ja‹ beantwortet werden! Der Mann gehört in die Entwicklungspolitik und in die Hörsäle der in bester Absicht falsch helfenden westlichen Welt. Der Afrikafreund Seitz müsste mehrfach geklont werden. Was ebenso wenig möglich ist wie die von ihm sympathisch und sehr logisch angemahnte Reform des Entwicklungshilfegedankens in Theorie und Praxis möglich erscheint. Weitermachen wie bisher beruhigt das westliche Gewissen und schützt vor intensiver Hinterfragung eigener Positionen: Der ›alte weiße Mann (sicher auch die alte weiße Frau)‹ ist schuldig am Übel dieser Welt, Afrika ist das Opfer des ›Westens‹. Koloniales Subjekt sind ›Wir‹, beherrschtes Objekt sind ›Die‹. Die arabische Welt und China erfahren in dieser verqueren Denke nicht einmal eine Erwähnung als (böse) Subjekte. So einfach ist das aber nicht. Wie Volker Seitz, flüssig geschrieben, klarmacht.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.