… neulich im Einstein,

aber diesmal wieder bei Einstein Bros. in Boulder/Co, las ich bei meiner Tischnachbarin auf der Rückseite einer sie augenscheinlich amüsierenden Lektüre: He is an asshole, the problem with Taleb is that he is right. Es war der gerade erschienene Band Skin in the Game. Hidden Asymmetries in Daily Life von Nassim Nicholas Taleb.

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von Gunter Weißgerber

Der Berliner De Gruyter Verlag überraschte Anfang des Jahres mit dem Reprint eines Buches von 1997. Das Ende der Kritik von Ulrich Schödlbauer, einem klugen Beobachter gesellschaftlicher Ermüdungsprozesse, die er aus seiner Sicht als ›Ende der Kritik‹ beschreibt.

Was bewegt einen Verlag, ein Buch nach über 20 Jahren erneut und zu keinem Massenwarenpreis zu veröffentlichen? Um dem Verfasser einen Gefallen zu tun? Sicher nicht. Zumal der Verfasser vom Reprint erst nach der Veröffentlichung erfuhr. Um Geld zu machen? Das sicherlich ebenfalls nicht. Ist der Titel auch eingängig und appetitanregend, der intellektuell anspruchsvolle wie wuchtige Text macht Arbeit. Der Markt dagegen bedient Schnellleser und füttert mit kurzen Parolen an.

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Last Supper. By Wojtek Mejor (last supper) [CC BY-SA 2.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

von Ulrich Schödlbauer

Kardinal ist wohl, wer hin und wieder einen kardinalen Satz auszusprechen wagt. Ein solcher Satz des Münchner Kardinals und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, wird – wenn er ihn denn gesagt hat – im kulturellen Gedächtnis haften bleiben: Da könnte man auch fragen, ob der Atheismus zu Deutschland gehört. In diesen Tagen, in denen sich die Deutschen alles Mögliche anhören müssen, kommt der Satz wie gerufen, weil er einen Wendepunkt in der Geschichte der Konfessionen in Deutschland (und im ›christlichen Abendland‹ insgesamt) in Erinnerung bringt…

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