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Einige Bemerkungen zum gewaltsamen Tod des deutschen Außenminister vor 100 Jahren nebst ein paar allgemeinen Gedanken zum politischen Attentat

von Helmut Roewer

Am 24. Juni 1922 wurde in Berlin auf offener Straße der deutsche Außenminister Walther Rathenau ermordet. In diesem Beitrag gehe ich auf die Person Rathenaus ein und schildere, was ihn zur Hassfigur prädestinierte. Ein paar abschließende Gedanken werde ich der Frage widmen, was politische Attentate bewirken.

Der schillernde Rathenau: ein Mann entzieht sich dem simplen Zugriff

Walter Rathenau (1867-1922) war der Erbe eines Industrie-Imperiums, der AEG. Gegründet worden war die Firma von seinem Vater. Alles Wesentliche, was in Deutschland mit der Elektrifizierung und Elektrotechnik zu tun hatte, stammte entweder von der AEG oder vom Konkurrenten Siemens. Der Sohn und Erbe sorgte – exzellent ausgebildet – für die Fortführung der Firma und deren Siegeszug durch die Welt. Eine Reihe einschlägiger Patente, die Rathenau selbst entwickelte, anmeldete und erhielt, lassen keinen Zweifel aufkommen, dass er verstand, was er da als Unternehmer vorantrieb.

von Helmut Roewer

I Zar Peter III. rettet die zentraleuropäische Großmacht Preußen – einige Bemerkungen zum Kriegsjahr 1762

In diesem kurzen Beitrag behandle ich ein Ereignis, das vor 260 Jahren stattfand und als das Mirakel des Hauses Brandenburg in die preußisch-deutsche Geschichtsmythen eingegangen ist. Im Klartext: Es war ein russischer Herrscher, Zar Peter III., der sich entschloss, den Koalitions-Krieg gegen Preußen zu beenden, das in eben jenen Tagen, Anfang 1762, vor dem militärischen und politischen Aus stand. Was war geschehen?

von Katharina Kellmann

Die Nachfahren regierender Fürstenhäuser haben es nicht leicht. Besonders schlimm trifft es die Hohenzollern. Vor allem der letzte deutsche Kaiser, Wilhelm II. (1888 bis 1918) zieht immer noch das Interesse der Forschung auf sich.

Ein britischer Historiker, John C. G. Röhl, wählte den letzten Hohenzollern auf dem Thron zu seiner Lebensaufgabe. Drei Bände mit circa 4200 Seiten brachte Herr Röhl zu Papier. Ich hatte die zweifelhafte Ehre, einen dieser Bände für eine Fachzeitschrift rezensieren zu dürfen.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.