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von Ulrich Schödlbauer

Krieg: Vorrichtung zum Verbrennen vorwiegend junger Männer

Es hat seinen guten Grund, dass souveräne Staaten tun müssen, was getan werden muss, um ihre Souveränität zu erhalten: Sie haben die Aufgabe, ihre Bürger vor sämtlichen Plagen zu schützen, die Menschen für ihresgleichen bereithalten, die sich nicht zu wehren wissen. Das ist, unter dem Gesichtspunkt der Selbsterhaltung, der erste und oberste Grundsatz, unter dem Staaten existieren. Wenn dem aber so ist, dann folgt daraus einiges andere, zum Beispiel, dass Regierungen nicht das Recht haben – Recht im allgemeinsten Sinn genommen, als ›gerechtfertigtes Tun‹ –, den Bestand des Staates aufs Spiel zu setzen, sei es durch schlichte Vernachlässigung seiner Wehrfähigkeit, durch Schürung von innerem Unfrieden oder durch eine riskante Außen- und Kriegspolitik. Die Welt fürchtet Hasardeure an der Spitze von Staaten – zu Recht.

von Gunter Weißgerber

Die Diskussion um die sogenannte ›NATO-Osterweiterung‹ bleibt erhalten. Diskussionen lassen sich nicht abwürgen. Für die Beteiligten besteht allenfalls die Frage, ob die weitere Beteiligung daran Sinn macht. Das muss auch jeder für sich entscheiden. Ich habe mich entschieden. Bis auf diesen Text, der eventuell Ergänzungen erfahren wird, schreibe ich nichts mehr zum Thema und beteilige mich an dieser Endlosschleife nicht mehr.

Ich denke, in der Diskussion sollte zwischen belastbaren Entscheidungen und Vereinbarungen auf der einen und Interpretationen und Wünschen unterschieden werden.

von Gunter Weißgerber

Es häufen sich die Meldungen, wonach viele der russischen Soldaten nicht wissen, dass sie sich nicht im Manöver an der ukrainischen Grenze befinden, sondern Teilnehmer eines mörderischen Überfalls auf ihr Nachbarland sind.

Wäre das nicht schon 1968 beim sowjetischen Einmarsch in die CSSR genauso gewesen, damals wurde der ›Prager Frühling‹ ermordet so wie heute die demokratische Ukraine in ein faschismusähnliches Konstrukt zurück gebombt werden soll, könnten solche Meldungen auch als Kriegspropaganda des westlichen NATO- und Ukraine-Imperialismus abgetan werden. Was jedoch unmöglich ist. Die jungen und sicher überwiegend ängstlichen und traditionell schlecht versorgten Soldaten wussten beim Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar 2022 ganz sicher nicht, dass sie zum Morden losziehen und gleichzeitig Kanonenfutter sind.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.