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von Gunter Weißgerber

Es ist ein zuverlässiges Déjà-vu. Vor vier Jahrzehnten galt in deutschen Landen Ronald Reagan als ›Gottseibeiuns‹. Heute ist Donald Trump der Teufel und rangiert im öffentlich eingespielten Diskurs weit vor zeitgenössischen Diktatoren und mörderischen Regierungschefs.

Seit Jahrzehnten ist der Boden für solche Verzerrungen fruchtbar. Leider düngten ihn auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und große Teile der vierten Gewalt. Deutsches Staatsoberhaupt, Bundesregierung und Medien auf gemeinsamen Kampagnenwegen gegen den Präsidenten des wichtigsten befreundeten Staates? Man muss nicht ›T‹ sein, um Hass und Hetze aus Freundesland merkwürdig zu finden.

von Gunter Weißgerber

Autobiografisch? Biografisch? Ein sympathisch packender Roman über wechselvolle Zeiten mit frei erfundener Handlung und ebenso erfundenen Personen? Jede Menge zeitbezogenes Detailwissen, jede Menge Zusammenhänge, die einfach passen? Cora Stephans Roman Ab heute heiße ich Margo fesselt als Familienroman und ist gleichzeitig ein gelungenes Sittenbild über das Leben in zwei Diktaturen, die mit ihren Tentakeln in der wiedervereinigten Bundesrepublik andockten.

Cora Stephan hat als Anne Chaplet das Krimischreiben geübt, was der Geschichte anzumerken ist, die bis zum Schluss die Spannung hält. Am Ende steht die anfängliche Frage noch immer im Raum: Was ist (auto-) biografisch, was wurde beigemischt? Für das erste Drittel des Buches vermutete ich biografische Elemente. Einige Geschehnisse gingen dadurch mental näher als Erzählungen es für gewöhnlich zu erzeugen vermögen. Aber vielleicht ist das auch nur der Eindruck, weil die Autorin ihre Figuren so lebensecht agieren lässt.

Eurer Exzellenz melden wir gehorsamst, daß die … Kartoffelserie ›Hindenburg‹ den Sieg errungen hat

An der Kartoffel »Hindenburg« kann Deutschlands Weltkriegsniederlage 1918 nicht gelegen haben. Die gab im Herbst 1917 ihr Bestes und wurde klarer Sieger im Kartoffelerntekampf. So vermeldete es jedenfalls die Deutsche Kartoffelkulturstation per Telegramm an Generalfeldmarschall Hindenburg. Nachzulesen im Heeresbericht von Edlef Köppen (S. 253). Heeresbericht ist der Titel eines 1930 im Horen-Verlag veröffentlichten Romans von Edlef Köppen.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.