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von Friedrich Förster

Es gibt für alle Fehlentwicklungen und drohenden Katastrophen auf der Welt, durch die zunehmende Verbreitung der sozialen Netzwerke inzwischen nahezu in jedem Winkel, zeitnahe Alarmmeldungen und Maßnahmen, sich dieser anzunehmen. Wir wissen, wissenschaftlich gestützt, von Prozessen auf dem ganzen Globus und können diese mit empirisch und statistisch abgesicherten Daten darstellen, darüber diskutieren, uns eine Meinung bilden und schließlich an einer Lösung arbeiten.

Andererseits gibt es Fehlentwicklungen auch in unserem Land, die bekannt sind und trotz besseren Wissens nicht angegangen werden. Eine dieser Fehlentwicklungen ist eine sich verschärfende, dramatische demografische Schieflage, die man Katastrophe nennen kann. Dieser Misstand ist über Jahrzehnte erforscht, in Studien erfasst, statistisch ausgewertet und interpretiert, amtlich bestätigt sowie mit zahllosen Quellen belegt. Leider scheinen sich jedoch weder Bundespolitik noch Wirtschaft darum zu sorgen, und Teile der Wissenschaft präsentieren die Problemlösung noch vor der eigentlichen Analyse.

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von Aram Ockert

Diejenigen die Diskursräume kleiner machen, sehen das selbst als Weg in eine leuchtende Zukunft. Darin soll kritisches Denken keinen großen Platz mehr haben. Das finden nicht alle gut. Andrea Geier, Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Genderforschung an der Universität Trier, hält die Rede von Cancel Culture in Deutschlandfunk Kultur (24.09.) für übertrieben. »Um die angebliche Gefährdung der Meinungs- und Kunstfreiheit durch Political Correctness zu begründen, werden seit Jahren dieselben wenigen Fälle genannt«. Sie denkt, dass man nicht von Zensur sprechen sollte, weil hier einfach nur durch ständiges Bereden eines nicht existierenden Problems ein solcher Eindruck herbeifabuliert werde. Sie dagegen vermutet, dass die Veränderung des Sprechens im gesellschaftlichen Raum nur die Bedingungen für Kritik verändern und macht das am Beispiel der Diskriminierung von rechter Gewalt fest...

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von Wolfgang Rauprich

Nachhaltigkeit ist ein Begriff, der nunmehr schon länger als drei Jahrzehnte zunächst durch umweltpolitische Debatten geistert und seit gut zehn Jahren als Allheilmittel zur Rettung der Erde vor Umweltzerstörung und Klimakollaps propagiert wird. Der Club of Rome war hierbei Vorreiter, die sogenannte Brundtlandkommission der Vereinten Nationen beförderte mit ihrem Abschlussreport Ende der 1980er Jahre seine weltweite Verwendung. Die zunehmend enge Verzahnung mit weiteren Begriffen wie Gleichheit und (soziale) Gerechtigkeit erfolgte dann im Verlauf der Ideologisierung ökologischer Themen und deren Zusammenführung mit dem schon vorher hoch ideologischen Katalog von Sozialforderungen.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.