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von Jobst Landgrebe

Wissen wir sicher, dass der Klimawandel, den wir beobachten, anthropogen, vom Menschen verursacht ist?

Der prominente Klimaforscher und Klimawandel-Hysterie-Kritiker Hans von Storch schrieb dazu jüngst:

»Der guten Ordnung halber sei hier betont, dass die Gewissheit des menschlichen Einflusses auf das Klimasystem durch die Freisetzung von Treibhausgasen kein Resultat von Modellen ist. Vielmehr ist sie Resultat einer statistischen Bewertung langer Zeitreihen von Wetterdaten, bei der Modellergebnisse genutzt werden zur Formulierung von Hypothesen. Man spricht von ›Detektion und Attribution‹.«

Über die Attribution der Freisetzung von Treibhausgasen durch den Menschen als Ursache des detektierten Klimawandels besteht laut von Storch ›Gewissheit‹. Ist das wirklich so? Wann spricht man in der Physik von Gewissheit. Was hat es mit dem Modellbegriff, den von Storch verwendet, auf sich?

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von Immo Sennewald

»FKK steht für Selbstbewusstsein und den Ausbruch aus gesellschaftlichen Zwängen. Das ist wichtig und förderungswürdig.«
Gregor Gysi, Präsident der Europäischen Linken

Ja, die ›gesellschaftlichen Zwänge‹, möchte einer ausrufen und dem Genossen Gysi in diesem Falle verständnisvoll zunicken. Wer sich Tag für Tag als Kader im Anzug mit Schlips bewegen, die Rituale des Apparates befolgen, Konferenzstühle drücken oder gar in Uniform und militärisch strammer Haltung Wutausbrüche seines Vorgesetzten ertragen muss, kann sich innerlich aufrichten, sobald er sich den Hauptabteilungsleiter, Oberst, gar Genossen Minister nackt vorstellt.

Einem von ihnen unbekleidet gegenüberzustehen war in der DDR durchaus möglich, denn nirgendwo sonst auf der Welt war ›Freikörperkultur‹ – FKK – landesweit so verbreitet, massenhaft beliebt und selbst außerhalb von Saunen, Kleingärten, Stränden anzutreffen, wie im »sozialistischen Staat deutscher Nation«. So beschrieb Artikel 1 der Verfassung 1968 – noch zu Zeiten von Walter Ulbricht – das Herrschaftsgebiet der SED.

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von Ulrich Schödlbauer

Verfällt die Öffentlichkeit der westlichen Gesellschaften? Um das zu entscheiden, müsste man sich die Frage stellen, ob die Begriffe ›Verfall‹ und ›Öffentlichkeit‹ überhaupt zueinander passen. Ehrlich gesagt: Ich bin mir da nicht so sicher. ›Verfall‹ oder ›Dekadenz‹ setzt eine Normgestalt voraus, eine (meist kulturell gedeutete) erreichte Höhe, sagen wir, eines Baustils wie der Gotik oder des Barock oder eines allgemeinen Bewusstseins, die nur leider viel weniger gemessen, geschweige denn gedeutet werden kann. Die Rede vom Verfall bezeichnet dann den Fall, dass der Zenit überschritten ist und es bergab geht, also zum Beispiel – um vom Baustil auf die zugrunde liegende Gebäudemetapher zu kommen –, dass Sanitäranlagen nicht mehr richtig funktionieren und irgendwo der Putz zu blättern beginnt, sich hier und da bereits erste Risse im Mauerwerk zeigen und das Dach nicht mehr dicht hält.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.