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 von Andreas Kalckhoff

Es ist viel die Rede dieser Tage vom Niedergang der Volksparteien, der Zersplitterung der politischen Landschaft und vom unerwarteten Aufstieg einer rechtspopulistischen Partei. Dies läge daran, dass die Volksparteien ununterscheidbar geworden wären, heißt es. Um wieder Mehrheiten wie früher an sich zu binden, müssten sie ihr Profil schärfen, wieder Kante zeigen.

Tatsächlich ist das Parteiengefüge im Begriff, sich grundlegend zu wandeln. Um zu verstehen, was gegenwärtig mit den Volksparteien passiert, muss man ein Stück ihrer Geschichte erzählen. Ihr Verhältnisse zueinander war geprägt von der Nachkriegsgesellschaft der Bundesrepublik. Die Frage ist, ob es wirklich ein Zurück dahin gibt.

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von Ernst Eichengrün

Die CSU führt die unpräzise und daher völlig unfruchtbare Debatte, ob der Islam zu Deutschland gehört oder nicht, beharrlich fort. Herr Dobrindt sagte erst vor ein paar Tagen: »Der Islam gehört, in egal welcher Form, nicht zu Deutschland«. Das war eine klare Absage an die Liberalisierungs-Bestrebungen im Islam. Ein Schuss vor den Bug der Islam-Reformer. Die Orthodoxen wird’s freuen. Denn sie sind ja die Hüter des monolithischen Charakters des Islam.

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von Herbert Ammon

Kaum noch Hoffnung – ein Brite betrauert die Selbstaufgabe Europas

Die Zukunft Europas scheint – ungeachtet der sich der EU-Einwanderungspolitik widersetzenden östlichen Mitteleuropäer – vorgezeichnet: In Brüssel bereitet die EU-Kommission derzeit eine Revision der Dublin-Verordnung von 2003 vor, die den Zustrom von Asyl beanspruchenden Immigranten eindämmen sollte. Der Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ›fordert‹ – er darf das – weitere Einwanderung nach Europa. Wenn sodann Deutschland, ungeliebte ökonomische Führungsmacht der EU, nach der verantwortungslosen Grenzöffnung für weit über eine Million von realen und vermeintlichen Flüchtlingen anno 2015 gemäß Koalitionsvereinbarungen fortan jährlich über 200 000 Asylbewerber aufnehmen will, so dürfte dies – in Korrelation mit der bereits stattfindenden Bevölkerungsentwicklung – in wenigen Jahrzehnten auf eine kulturelle und soziale Revolution hinauslaufen, wie sie der Alte Kontinent seit dem Ende des Römischen Reiches nicht erlebt hat.

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.