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von Felicitas Söhner

Die umfangreiche Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen in Kürze zusammenzufassen, ist kein leichtes Unterfangen angesichts der Vielfalt des Themas. Denn war doch gerade das Verhältnis von Deutschen und Polen von gegenseitiger Bereicherung und fruchtbarem Austausch geprägt und gleichzeitig kein Verhältnis zweier europäischer Nachbarstaaten so voller Schrecken und dann voller Hoffnung. Dies ist trotz allem eine einzigartige Geschichte der Gemeinsamkeiten.

Die deutsch-polnischen Beziehungen reichen bis in das Mittelalter zurück. Bereits mit einem Blick in die Geschichte der beiden Nachbarländer lässt sich feststellen, dass die Beziehungen sich wechselhaft gestalteten. Hoch- und Tiefstimmungen wurden durch unzählbare Eckpunkte geprägt wie dynastische Territorialkonflikte, Polens Teilungen, den Zweiten Weltkrieg, Wandlungen und Durchbrüche von 1989/90, Polens Beitritt zur EU im Jahr 2004 und weitere. Dabei spielten die Beziehungen beider Länder zu Russland stets eine gewichtige Rolle.

Wann aber begann diese Dreiecksgeschichte zwischen Deutschland, Russland und Polen?

Um deren Anfänge auf den Grund zu gehen, dürfen wir über drei Jahrhunderte in der Zeit zurück schreiten. Während noch Ende des 16. Jahrhunderts der polnisch-litauische Gesamtstaat als beeindruckende Großmacht den damals wohl größten Staat in Europa bildete, kehrte sich während des 17. Jahrhunderts die Konstellation um. So etablierte sich mit dem Ausgang des zweiten Nordischen Krieges und des Spanischen Erbfolgekrieges Anfang des 18. Jahrhunderts eine völlig neue Großmächtestruktur. Polen war durch zahlreiche innere und äußere Konflikte stark geschwächt. Trotz einiger Reformversuche wurde das polnische Königreich zunehmend handlungsunfähig.

Im Jahr 1772 verlor Polen durch einen Vertrag fast dreißig Prozent seines Gebiets an Österreich, Russland und Preußen. Der verbliebene Staat schöpfte jedoch neues Selbstvertrauen und leitete 1791 ein radikales Reformprogramm in die Wege. Damit gab sich Polen die erste moderne Verfassung Europas, in Anlehnung an die Ideale der Französischen Revolution. Gegen diese demokratischen Bestrebungen wendeten sich die absolutistischen Reiche Russland und Preußen. Nach erneuten Kämpfen erfolgte 1793 eine weitere Teilung, an der sich Österreich nicht beteiligte. Preußen gewann den Westen, Russland den Osten Polens. Für das gebeutelte Reich bedeutete dies den Verlust von sechzig Prozent seines Territoriums. Zudem wurde mit der zweiten Teilung die Verfassung aufgehoben. Dies stieß auf heftigen Widerstand, so dass Polen mit einem nationalen Aufstand unter Tadeusz Kościuszko antwortete, welcher jedoch von russischen und preußischen Truppen niedergeschlagen wurde. Daraufhin unterzeichneten Russland, Österreich und Preußen 1795 das dritte Abkommen. Sie teilten Rest-Polen unter sich auf und der polnische Staat verschwand von der Landkarte. Seine Neugründung sollte erst wieder 1917 erfolgen.

Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges gewann die polnische Frage erneut an Bedeutung. Nach längeren Verhandlungen proklamierten Deutschland und Österreich die Wiederherstellung eines polnischen Staates, ohne jedoch ein genaues Gebiet festzulegen. Die russische Oktoberrevolution 1917, in der Polen völlige Selbständigkeit verheißen wurde, und die politische Haltung der westlichen Alliierten zur polnischen Frage sicherten die Wiederaufrichtung des polnischen Staates, was in der Versailler Friedensordnung internationale Zustimmung fand.

Die deutsche Niederlage 1918 stellte sicher, dass Polen als eigenständiger Staat wieder erstehen konnte, jedoch territorial deutlich reduziert. Zwischen dem neuen, republikanischen Deutschland und dem neuen, eigenständigen Polen kam keine Einigung zustande. Polen bekam nach der Erlangung der Unabhängigkeit die Posener und westpreußischen Gebiete zugesprochen. In den strittigen Gebieten wurden Volksabstimmungen abgehalten, woraufhin der Süden Ostpreußens und die westpreußischen Gebiete bei Deutschland verblieben und Oberschlesien zwischen Deutschland und Polen geteilt wurde. In der folgenden Zeit kam es zu einer Verdrängung der Bewohner, die für die jeweils andere Seite optiert hatten und nun ausgewiesen wurden. Diese Vorgänge belasteten von Beginn an das deutsch-polnische Verhältnis. Territorial waren sowohl Berlin als auch Warschau mit der Regelung unzufrieden.

Die Weimarer Republik erkannte die Grenzregelung nicht an und sah ihre Polenpolitik in der Kontinuität Preußens. Sie forderte eine umfangreiche Revision, der als ungerecht empfundenen Grenze zu Polen. Das Ungerechtigkeitsempfinden gegenüber dem sog. ›Diktat von Versailles‹ entzog seitens der Deutschen jegliche Basis von Legitimität. Dafür näherten sich Deutschland und Sowjetrussland in den frühen 20er Jahren einander wieder an. Beide Staaten sahen sich als Verlierer der Neuordnung insbesondere gegenüber Polen. Verbunden wurden beide Seiten durch deren wirtschaftliche Interessen. Die politische Zusammenarbeit, die 1922 zwischen der Sowjetunion und Deutschland besiegelt und 1926 weiter ausgebaut wurde, hatte in Polen die größte Beunruhigung zur Folge. Die engste deutsch-russische Zusammenarbeit fand in den militärischen Beziehungen statt. Die jeweiligen Nichtangriffsverträge von NS-Deutschland und der UdSSR mit ihrem gemeinsamen Nachbar Polen (1932/1934) nutzten die beiden Bündnispartner lediglich als Moratorium bis zur geplanten Revision des Versailler Vertrags. Trotz der engen Kooperation, fürchteten beide Seiten das andere System und hofften insgeheim auf dessen Zusammenbruch.

Mitte der 30er Jahre war Adolf Hitlers Politik geprägt von einer Polenfreundlichkeit, die in seinen eigenen Parteireihen kritisiert wurde und sich später als eine rein taktische herausstellte. Der deutsche Nichtangriffspakt mit Polen vom Januar 1934 wurde von Diktator Hitler am 28. April 1939 aufgekündigt. Diesem folgte die Unterzeichnung des ›Hitler-Stalin-Pakts‹ am 23. August, welcher in einem geheimen Zusatzprotokoll die Aufteilung Polens zwischen beiden Staaten vorsah. Mit dem Überfall auf Polen am 1. September löste Hitler den Zweiten Weltkrieg aus.

Aufgrund des schnellen Vorstoßes der deutschen Truppen und dem kurz darauf folgenden Einfall der Roten Armee an der Ostgrenze kapitulierten die letzten polnischen Einheiten am 5. Oktober. Im Herbst 1939 teilten trotz massiver ideologischer Konflikte Deutschland und die Sowjetunion das polnische Staatsgebiet unter sich auf.

Ohne Rücksicht verfolgte Hitler nun seine expansive ›Lebensraum-Politik‹ in den westlichen Gebieten Polens, während der mittlere Teil Polens als ›Generalgouvernement‹ ein sog. deutsches ›Nebenland‹ wurde. Diese nationalsozialistische Politik kostete schon im Herbst 1939 bis zu zwanzigtausend Mitgliedern der politischen und geistigen Elite Polens das Leben, darunter auch zahlreichen katholischen Geistlichen. Gleichzeitig erfolgten Zwangsumsiedlungen und Vertreibungen im ehemaligen polnischen Gebiet. Bis zum Angriff Hitler-Deutschlands auf Russland im Juni 1941 war die Versklavungspolitik gegenüber den Polen schon in vollem Gange. Die Folgeereignisse des antislawischen Rassismus zeigten ganz deutlich, was das Programm der Nationalsozialisten ›Lebensraum im Osten‹ bedeutete. Die nationalsozialistischen Machthaber erstrebten in den neuen Ostgebieten eine vollständige Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, welche sie mit dem System der Arbeits- und Konzentrationslager erreichen wollten.

Aufgrund der Brutalität der deutschen Besatzer wuchs in der polnischen Bevölkerung die Bereitschaft zum Widerstand im Untergrund. Die Zahl der Widerstandskämpfer in der »Armia Krajowa«, der Heimatarmee, stieg bis Ende 1943 auf 350.000 Mitglieder. Als im April 1943 die letzten 60.000 Juden aus Warschau in Lager deportiert werden sollten, erhob sich im Warschauer Ghetto ein Aufstand, der von der Wehrmacht blutig niedergeschlagen wurde. Einem weiteren Aufstand in Warschau wurde nach acht Wochen im Oktober 1944 ebenfalls ein Ende gesetzt und daraufhin die polnische Metropole bis auf die Grundmauern zerstört.

Erst mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm eine provisorische polnische Regierung die Verwaltungsarbeit über die Gebiete, die sich zwischen der Oder-Neiße-Grenze und der Curzon-Linie befanden. Die sich hieraus ergebende territoriale Neuordnung hatte Flucht, Vertreibung und Umsiedlung von rund 7 Millionen Deutschen aus den ehemaligen deutschen und 1,5 Millionen Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten zur Folge. Aufgrund der Beschlüsse der Potsdamer Konferenz wurde Polen um ungefähr 200 km nach Westen verschoben, ohne dass die polnische Bevölkerung entscheidend dazu befragt worden wäre. Vom polnischen Vorkriegsgebiet befand sich gerade einmal die Hälfte in den neuen Staatsgrenzen wieder. Die aus den »Kresy«, den alten Ostgebieten, stammenden Polen, wurden in die sogenannten ›wiedergewonnenen Gebiete‹ zwangsumgesiedelt. Die dortige deutsche Bevölkerung wurde in das geschrumpfte deutsche Territorium vertrieben. So hatten polnische wie deutsche Vertriebene das Gefühl, unrecht behandelt worden zu sein. Beide Gruppen hatten ihre Heimat verloren und mussten in einem neuen Gebiet wieder von vorne anfangen.

Obwohl Polen und Deutsche über Jahrhunderte miteinander und nebeneinander gelebt haben und sich durch familiäre Bindungen und gegenseitige Übernahme von Werten und Traditionen verbunden haben, stand die Wahrnehmung des Nachbarn immer unter dem Vorzeichen einer emotionalen Vorbelastung durch die Last der Geschichte. Władysław Bartoszewski bemerkte einmal, dass es nach 1945 kaum einen Polen gab, der nicht eine persönliche Rechnung zu begleichen hatte – und wenn es nur eine Ohrfeige war, die er von einem deutschen Besatzer erhalten hatte. Diese Feststellung belegt nachdrücklich, dass jede Beschäftigung mit den deutsch-polnischen Beziehungen der Nachkriegszeit die schwerwiegenden Folgen der Polen-Politik des Nationalsozialismus berücksichtigen muss (Bartoszewski 2000: 14). Die Erblast der gerade zurückliegenden NS-Herrschaft und deren Folgen schienen lange Zeit unüberwindlich, so dass die Annäherung zwischen Polen und Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg weitaus schwieriger war, als es heute im Rückblick erscheint.

Auch wenn auf westdeutscher Seite am 5. August 1950 die Charta der deutschen Heimatvertriebenen feierlich unterzeichnet wurde, in welcher ausdrücklich auf den Vergeltungsgedanken verzichtet wurde, war diese bemerkenswerte Willensäußerung unweigerlich in ihrem revisionistischen Denken verhaftet, wie zu dieser Zeit üblich die gesamte Gesellschaft und Politik der Bundesrepublik. Das Ablehnen einer historischen Verantwortung seitens der DDR, welche sich als kommunistischer Staat von den Taten der Nazidiktatur distanzierte und damit befreit wähnte, war auch für den ›Bruderstaat‹ im Osten völlig unakzeptabel. Somit bewegten sich die deutsch-polnischen Beziehungen bis 1990 in einer Art Dreiecksverhältnis zwischen der VR Polen, der Bundesrepublik und der DDR.
Die ostdeutsche Propaganda wollte die Oder-Neiße-Grenze im Bewusstsein der Bevölkerung verankern. Sie wurde dort bereits am 6. Juli 1950 anerkannt und seitdem als »Oder-Neiße-Friedensgrenze« bezeichnet, wenngleich sich auch die Mitglieder der SED damit schwertaten. Die Regierung der BRD erklärte das Görlitzer Abkommen für »null und nichtig«.

Die Möglichkeit ›normale‹ Beziehungen wieder aufzunehmen, die sich am 18. Februar 1955 aus der offiziellen Beendigung des Kriegszustands seitens der polnischen Regierung ergab, wurden mit der ›Hallstein-Doktrin‹ vom 28. Juni 1956 wieder zunichte gemacht. Diese unterband die Aufnahme von diplomatischen Beziehungen zu Staaten, wenn diese in solchen Beziehungen zur DDR stehen würden, da Bonn darin eine Gefährdung der deutschen Wiedervereinigung sah. Trotz der Stagnation auf politischer Ebene, weiteten sich die wissenschaftlichen und vor allem kulturellen Beziehungen Deutschlands zu Polen aus.

Im Westdeutschland der 1950er und 60er Jahre existierte die allgemeine Haltung, dass Deutschland völkerrechtlich in den Grenzen von 1937 fortbestehen würde. Auch weil die Grenzfrage im Potsdamer Abkommen nur provisorisch geregelt worden war, äußerten Mitglieder der bundesdeutschen Öffentlichkeit, auch namhafte Politiker, mehrfach den Standpunkt, an diesen Grenzen festzuhalten. Bis in die 60er Jahre bedingte ein von Klischees bestimmtes Gefühl der Ablehnung die Ostpolitik der meisten führenden Politiker der Bundesrepublik. Gleichzeitig machte die hierzu uneindeutige, offizielle Haltung es der polnischen Regierung schwer, die Bonner Republik realistisch einzuschätzen und unterstützte somit das Meinungsbild vom ›westdeutschen Revisionismus‹.

Die Kursänderung der amerikanischen Politik, die sich nach der Kuba-Krise und dem Bau der Berliner Mauer mehr auf eine Entspannung hin orientierte, ermöglichte auch der BRD eine ›Politik der Bewegung‹. Der damalige CDU-Außenminister Gerhard Schröder versuchte, die Bonner Außenpolitik an die veränderten internationalen Gegebenheiten der sechziger Jahre anzupassen. Mit der Errichtung einer Handelsvertretung in Warschau wollte er das Verhältnis zu Polen verbessern. Zudem kam am 7. März 1963 ein Handelsvertrag zwischen der BRD und Polen trotz innenpolitischen Widerstands zustande. Hierbei kam Schröder die Öffnung der westdeutschen Öffentlichkeit gegenüber Polen zu Hilfe. Diese wurde sowohl von akademischen, kulturellen als auch publizistischen und kirchlichen Kreisen getragen. Eine Schrittmacherrolle hatten hier auf polnischer Seite die katholische Intelligenz und ihre Klubs eingenommen, auf deutscher Seite wurde der öffentliche Diskurs speziell durch die beiden großen christlichen Kirchen beeinflusst. Am 24. Februar 1962 betonte eine Gruppe protestantischer Laien in ihrem veröffentlichten Tübinger Memorandum, die Notwendigkeit der Anerkennung der Oder-Neiße-Linie als Voraussetzung einer Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehungen. Auch in der Publizistik entwickelte sich in den 1960er Jahren eine umfassende Debatte über das Verhältnis zu Polen und den anderen östlichen Nachbarn.

Der deutsch-polnische Dialog wurde jedoch mit Hilfe der polnischen Bischöfe eröffnet. Die von ihnen 1965 verfasste mutige Botschaft »Wir vergeben und bitten um Vergebung« trug wesentlich zur deutsch-polnischen Versöhnung bei. Hierzu bezog der aus prominenten Katholiken bestehende Bensberger Kreis im Jahr 1968 in seinem Memorandum öffentlich Stellung.

Mit seinem Berater Egon Bahr entwickelte der damalige Berliner Bürgermeister und SPD-Bundesvorsitzende Brandt das Konzept »Wandel durch Annäherung« und machte damit einen wichtigen Schritt zur Entwicklung einer neuen Ostpolitik. Diese setzte auf eine Wandlungsfähigkeit der Regimes Osteuropas. Auf dem Dortmunder Parteitag wies Willy Brandt im Juni 1966 auf die »Notwendigkeit von Opfern« hinsichtlich der Oder-Neiße-Grenze hin. Auf dem Nürnberger Parteitag im März 1968 plädierte Brandt für die »Anerkennung bzw. Respektierung der Oder-Neiße-Linie bis zur friedensvertraglichen Regelung« (zit. aus dem Protokoll des Parteitages). Diese Überlegungen, sowie die neue Definition des Gewaltverzichts und Diskussion der Regelung der deutsch-deutschen Beziehungen wurden zu Eckpunkten einer neuen Ostpolitik.

In einer viel beachteten Rede schlug der polnische Parteichef Władysław Gomułka am 17. Mai 1969 ein Abkommen mit der Bundesrepublik vor. Diese sollte die Anerkennung der deutsch-polnischen Grenze völkerrechtlich festlegen. Daraufhin unterrichtete Brandt seine polnischen Gesprächspartner vom »ernsthaften Willen« (Archiv der Gegenwart 1966: 12882) der Bundesregierung, sich um einen Ausgleich der Interessen Deutschlands und Polens zu bemühen. Nach den Bundestagswahlen im September 1969 kam größere Bewegung in die deutsche Ostpolitik. Hierbei war dem Bundeskanzler bewusst, dass der Schlüssel seiner Entspannungspolitik in Moskau lag, das Herzstück der Problematik jedoch die Aussöhnung mit Polen bildete. Er hob mehrfach hervor: »Nie mehr eine Politik über Polen hinweg.« (Vorwärts 1980: 17)

Das Ergebnis der deutsch-polnischen Bemühungen war der Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik Polen über die Grundlagen der Normalisierung ihrer gegenseitigen Beziehungen, welcher am 7. Dezember 1970 von Willy Brandt und Ministerpräsident Józef Cyrankiewicz sowie den beiden Außenministern in Warschau unterzeichnet wurde. Dieser schrieb die Oder-Neiße-Linie als deutsch-polnische Grenze fest und sollte so eine Grundlage für eine Normalisierung des Verhältnisses schaffen. Brandts und Bahrs Neue Ostpolitik erreichte durch ihre Ostverträge schrittweise eine Überwindung des Status Quo in Europa.

Jedoch weitaus wichtiger für das deutsch-polnische Verhältnis war die Bedeutung des Kniefalls des deutschen Kanzlers und ehemaligen Widerstandskämpfers vor dem Denkmal für die Ghettokämpfer in Warschau. Diese spontane Geste, die keiner weiteren Erklärung bedurfte, symbolisierte ein für die Deutschen stellvertretendes Schuldbekenntnis und machte den Weg für eine Aussöhnung frei. Willy Brandt setzte damit ein Zeichen für die Bereitschaft der Deutschen, sich ihrer historischen Verantwortung gegenüber den Polen zu stellen.

Gleichzeitig mit dem Warschauer Vertrag wurde der Moskauer Vertrag im Mai 1972 nach schärfsten politischen Debatten zwischen der bundesdeutschen Regierung und Opposition ratifiziert. Nachdem über zwei Jahrzehnte lang keine offiziellen Kontakte zwischen Westdeutschland und Polen existierten, nahmen im September 1972 Bonn und Warschau wieder diplomatische Beziehungen zueinander auf. Während die Bundesrepublik im Warschauer Vertrag bereits eine ›Normalisierung‹ sah, bedeutete dieser für die polnische Seite erst der Anfang eines Normalisierungsprozesses, eine Grundlage für die Entschädigungsfrage zugunsten polnischer NS-Opfer. Diese unterschiedlichen Erwartungshaltungen führten bis 1975 durchgehend zu einer Verschlechterung des politischen Klimas. Dieser Konflikt wurde erst während des KSZE-Gipfels in Helsinki im August 1975 durch einen diplomatischen Kompromiss, der eine Minimallösung darstelle, zwischen Bundeskanzler Schmidt und Parteisekretär Gierek gelöst.

Ende der 70er Jahre bekräftigte auch die binationale Expertenkommission zur Schulbuchrevision in Deutschland und Polen den Willen zur gegenseitigen Verständigung. Diese trug wesentlich dazu bei, dass den zukünftigen Schülergenerationen ein realitätsgerechteres und vorurteilsfreieres Bild des Nachbarn vermittelt wurde. Das Bemerkenswerte an der gemeinsamen Schulbucharbeit zeigt sich in der von Professor Aleksander Gieysztor auf der 17. Konferenz in Allenstein 1979 hierzu vorgetragenen Verfahrensregel: »in omnibus caritas, in necessariis unitas, in dubiis libertas. – In Allem herrsche die fürsorgliche Wahrnehmung des Anderen, in notwendigen Dingen stehe man zusammen, wo Zweifel ist, da herrsche Freiheit.« (Gieysztor 1989: 193)

Mit Beginn der Solidarność-Bewegung im Sommer 1980 kamen die offiziellen Beziehungen zwischen der BRD und Polen zum Stillstand. Aufgrund der Befürchtung, dass sich die Protestbewegung negativ auf die deutsch-deutschen Beziehungen auswirken könnte, war die Haltung der westdeutschen Bundesregierung diesbezüglich »extrem defensiv und blieb weiterhin kritisch« (Ash 1996: 268). Die Bonner Regierung signalisierte zwar ihre moralische Verbundenheit mit der freiheitlichen Bewegung, aber es existierte weiterhin die Problematik, dass man in Bezug auf das geteilte Deutschland bemüht war, die Auswirkungen eines Kalten Krieges weitgehend einzudämmen. Im Hinblick auf die immer noch bestehende Teilung Deutschlands entlang der Grenze von West- und Ost-Block »fiel es den Westdeutschen schwerer als anderen Westeuropäern, für die polnische Opposition lautstark Partei zu ergreifen.« (Brandt 2010)

Auch die politische Lage zwischen Polen und der DDR driftete immer weiter auseinander, die ostdeutsche Regierung bemühte sich, die Kluft zwischen beiden Ländern zu vertiefen und griff auf antipolnische Propaganda zurück. Für die SED war die geistige und kulturelle Freizügigkeit der Polen ein Dorn im Auge. Staatschef Honecker wollte selbst auf »Blutvergießen« als »das letzte Mittel« nicht verzichten, »wenn die Arbeiter- und Bauernmacht verteidigt werden muss.« (zit.n. Mehlhorn 2001a: 14f). Er plädierte für ein entschiedenes Vorgehen und betrieb gegenüber seinen östlichen Nachbarn eine vergleichbar scharfe Abgrenzung, wie gegenüber seinen westlichen. Im Oktober 1980 schloss die DDR ihre Grenzen für den visumfreien Verkehr. Erst ab 1982 kam es wieder zu offiziellen Kontakten zwischen beiden politischen Führungen. Ab der Mitte der 1980er Jahre wurden die gesellschaftlichen Kontakte beider Nachbarstaaten verstärkt, so dass beispielsweise der Jugendaustausch wieder zunahm. Der private Reiseverkehr war jedoch nach wie vor stark begrenzt, so dass bis 1991 Bewohner der beiden Länder sich nur mit persönlicher Einladung oder Visum besuchen konnten. In dieser Zeit kam es zu einer deutlichen Differenzierung des deutschen Polenbildes, das nun zwischen Bewunderung, Ratlosigkeit und Befürchtungen schwankte. Die Mehrheit der Ostdeutschen blickte eher mit Sorge als mit Freude auf ihr östliches Nachbarland, die Haltung der Bevölkerung reichte von massiver Ablehnung bis zur heimlichen Bewunderung. Lediglich unter wenigen Oppositionellen der DDR existierte deutliche Solidarität mit der Solidarność.

Als während des Kriegsrechts im Winter 1981/82 verschiedene politische Maßnahmen zu einer immer kritischeren Versorgungslage der polnischen Bevölkerung führten, rief die Bundesregierung die westdeutsche Bevölkerung zu humanitärer Hilfe auf. Darauf setzte eine vorher unvorstellbare Sympathiewelle ein, die dazu beitrug, dass Millionen von Lebensmittelpaketen und Hilfsgütern in beinahe jeden Winkel Polens gelangten. Die materielle Hilfe organisierte sich in kirchlichen und karitativen Kreisen sowie den deutsch-polnischen Gesellschaften. Die Pakethilfe trug dazu bei, dass die Ängste vor dem Westdeutschen sich langsam verringerten. Zudem leistete diese Welle der Hilfsbereitschaft in außerordentlichem Maße einen Beitrag zur deutsch-polnischen Aussöhnung. Auch der spätere polnische Außenminister Władysław Bartoszewski betonte die psychologische Bedeutung dieser nationalen Geste.
In weiten Kreisen der demokratischen Opposition und der katholischen Intelligenz hatten sich die Befürchtungen verringert, dass seitens der Bundesrepublik die Oder-Neiße-Grenze in Frage gestellt würde oder eine Wiedervereinigung der deutschen Staaten für Polen negative Folgen haben würde. Seitens der politischen Führung Polens waren es vor allem die sowjetische Perestrojka und das Interesse an wirtschaftlichen Beziehungen zur Bundesrepublik, welche die deutsch-polnischen Beziehungen lebendig hielten.

Im Januar 1989 trafen der polnische Ministerpräsident Rakowski und Bundeskanzler Kohl zu einem inoffiziellen Besuch in Bonn zusammen und verständigten sich auf einen Neuanfang der Beziehungen.

Unter dem zunehmenden Druck der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse kam die polnische Regierung zur Erkenntnis, dass ein Regieren gegen die Bevölkerung Polens nicht mehr fortzusetzen sei und stimmte Verhandlungen mit der Opposition zu. Die Gespräche am Runden Tisch im Februar 1989 leiteten das Ende des Ost-West-Konfliktes ein. Strategische Größen wie Bronisław Geremek und Adam Michnik trugen hier wesentlich zu einer gewaltfreien Kompromisslösung bei. Ergebnis des Dialoges mit der Opposition war die Wiederzulassung der Solidarność sowie erste teildemokratische Wahlen.

Der erste Premierminister, einer vom polnischen Volk mehrheitlich akzeptierten Nachkriegsregierung, Tadeusz Mazowiecki, betonte in seiner Regierungserklärung die Notwendigkeit einer »echten Aussöhnung« zwischen Deutschland und Polen, »die dem Range der zwischen Deutschen und Franzosen bereits herbeigeführten entspräche.« (Mazowiecki 1989)

Nirgends zeigte sich der bevorstehende Wandel deutlicher als in den Tagen zwischen dem 9. und 14. November 1989. Der Polenbesuch des deutschen Bundeskanzlers, sowie die Versöhnungsgeste in Kreisau waren die ersten Vorboten eines historischen Paradigmenwechsels. Aufgrund des Falls der Berliner Mauer wurde der Staatsbesuch kurzzeitig unterbrochen, jedoch anschließend mit gleichbleibendem Programm fortgesetzt. Allerdings wurde von Kanzler Kohl noch lange Zeit die Klärung der Grenzfrage innenpolitisch bedingt taktisch offen gelassen. Diese unklare Haltung sowie ein Besuch des Kanzlers in Moskau im Februar 1990 nährten die polnischen Ängste und erschwerte es Polen, die deutsche Politik realistisch einzuschätzen (Bartoszewski 2000). Ganz Europa wartete in dieser Zeit auf ein eindeutiges Kanzlerwort. In einer Erklärung machten deutsche und polnische Katholiken Ende 1989 klar, »dass man die Grenzfrage nicht dauernd in der Schwebe halten könne, dass es unverantwortlich wäre, die Illusion von einer Rückkehr der deutschen Ostgebiete zu pflegen.» (Grycz 2005) Mit dem sechs Wochen nach der Wiedervereinigung abgeschlossenen deutsch-polnischen Grenzvertrag vom 14. November 1990 wurde das Ende der Nachkriegszeit im deutsch-polnischen Verhältnis völkerrechtlich endgültig besiegelt und gleichzeitig ein Fundament für eine neue Nachbarschaft gelegt. Der Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit eröffnete die Möglichkeit einer politischen Allianz zwischen dem freien, demokratischen Polen und dem wiedervereinigten demokratischen Deutschland.

Schon im Februar 1990 sprach der polnische Außenminister Krzysztof Skubiszewski zum ersten Mal von einer »deutsch-polnischen Interessengemeinschaft«. Dieser Begriff wurde von vielen Politikern aufgegriffen und dabei gleichzeitig die Schlüsselbedeutung der polnisch-deutschen Beziehungen für die Zukunft Europas hervorgehoben. Die Westorientierung Polens und dessen politische Transformation führten zu einer Euphoriephase in den bilateralen Beziehungen. Entlang der Oder-Neiße-Grenze entstanden Euroregionen, zahlreiche Verkehrsverbindungen und Grenzübergänge. Das deutsch-polnische Jugendwerk nahm 1993 seine Arbeit auf, Städtepartnerschaften entstanden, Abordnungen trafen sich. Polen betrieb seine ›Rückkehr nach Europa‹ mit Nachdruck. Ziel war der Beitritt Polens in die westlichen Bündnisse der NATO und der Europäischen Union.
In dieser Phase erfolgten auch die positive Entwicklung der polnisch-deutschen Sicherheitsbeziehungen und die deutliche Expansion der Wirtschaftsbeziehungen beider Länder. Mittlerweile ist Deutschland für Polen der wichtigste Handelspartner und einer der führenden ausländischen Investoren.

Der politische Umbruch in Ost- und Mitteleuropa hat die Schwerpunkte der deutsch-polnisch-russischen Beziehungen zwar grundlegend verlagert, doch nach wie vor spielt die Russische Föderation für die Stabilität Europas eine gewichtige Rolle.
In den deutsch-polnischen Beziehungen der 90er Jahre herrschte Aufbruchstimmung. Dennoch wurden in dieser Phase existierende Differenzen kaum thematisiert und es bildete sich mit der Zeit ein Inhaltsvakuum, in dem zahlreiche Problematiken unberücksichtigt blieben. »Die schwierigen Themen, wie die Vertreibungen, das schwierige Thema der Zwangsarbeit, der Furcht, dass die Deutschen sich in Polen wieder des Bodens bemächtigen werden, all dies konnte in den ersten Jahren nicht angesprochen und geregelt werden.« (Schwall-Düren 2004: 65f) Kritiker bemängelten, der deutsch-polnische Dialog bewege sich auf einer inhaltsleeren Oberfläche. Der Ruf nach einer sachlichen Auseinandersetzung wurde auf polnischer wie auf deutscher Seite stärker. Der Diplomat Marek Prawda konstatierte zum Jahrtausendwechsel immer noch eine »Leere nach der Versöhnung« in den bilateralen Beziehungen (Prawda 2000). Eine konstruktive Partnerschaft erweise sich als schwierig, da deren Instrumente immer noch auf »Versöhnung« ausgerichtet seien. Beide Seiten würden nicht nach neuen Feldern der Zusammenarbeit suchen.

Seit Anfang dieses Jahrtausends zeichnet sich die Herausbildung einer neuen, offeneren Erinnerungskultur ab. Flucht, Vertreibung und Zwangsumsiedlung nach 1945 wurden zum Gegenstand intensiver Forschungen. Insgesamt existiert eine deutliche Differenz zwischen der Erlebnisgeneration und den nachfolgenden hinsichtlich der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der persönlichen Identifikation. Auch der natürliche Generationswechsel in Politik und Wissenschaft könnte sich jedoch dahingehend auswirken, dass das bis dato erreichte an gegenseitiger Verpflichtung und Aufmerksamkeit zum Teil wieder verlorengeht. Der als ›Gezeitenwechsel‹ bezeichnete Prozess des Schwindens von Zeitzeugen bedingt eine Erinnerungskrise, da sich mit der Erlebnisgeneration das Erfahrungsgedächtnis auflöst, das seit 1945 die europäische Erinnerungskultur bestimmt hat.

Ministerpräsident Donald Tusk spricht davon, dass in den bilateralen Beziehungen die Zeit der Politik der Gesten überwunden sei und nun die Zeit der Interessenpolitik gekommen sei (Tusk 2008: 214). Dabei beschäftigen derzeit drei Themenfelder Polen und Deutsche ganz besonders: der Afghanistan-Einsatz, die Debatte um ein »Zentrum gegen Vertreibung« und die europäische Verfassungsdebatte. Seit dem EU-Beitritt Polens sind beide Länder in eine neue Phase eingetreten und suchen nach einer neuen Definition ihres Selbstverständnisses in ihrer Rolle als europäische und internationale Akteure. Die ›deutsch-polnische Interessengemeinschaft‹ bedarf einer neuen Begründung: das vereinte Interesse an einer handlungsfähigen Europäischen Union, das vereinte Interesse an einer guten Nachbarschaftspolitik in dieser Union und das vereinte Interesse an einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Dabei sind die polnisch-deutschen Verhältnisse keine rein bilateralen Angelegenheiten. Gerade hier kommt den Beziehungen beider Staaten zu Russland ein hoher Stellenwert zu, welcher sich in assoziierter Zusammenarbeit und Partnerschaft widerspiegeln soll. Wirtschaftliche und kulturelle Kooperationen würden hierbei die demokratischen Kräfte Russlands stabilisieren.

In der Neuorientierung als ›deutsch-polnische Interessengemeinschaft‹ gilt es nicht nur Kooperationen auf dem Feld der Außenpolitik zu entdecken und auszubauen, auch gilt es weiterhin in einer gemeinsamen Erinnerungskultur die mühevoll erworbenen Gemeinsamkeiten zu erhalten und zu erweitern. Polnische und deutsche Wissenschaftler stimmen heute in der Beurteilung der historischen Prozesse weitgehend überein. In aktuellen Debatten gilt es, nicht zurück in alte Denkmuster zu verfallen, sondern vor allem sich gemeinsam mit der beiderseitigen Vergangenheit zu beschäftigen, um damit den Blick für den anderen zu öffnen.

Knapp 40 Jahre nach dem Kniefall von Warschau befindet sich das deutsch-polnische Verhältnis immer noch auf dem Weg zur Normalität. Die Erfahrungen aus der Geschichte der Nachbarschafts- und europäischen Politik lehren uns, dass nationale Egoismen insgesamt mehr schaden als kurzfristig nützen und die Miteinbeziehung des Anderen sich langfristig positiv für alle Beteiligten auswirkt. Was ein friedliches Miteinander in Europa benötigt, ist die Solidarität ihrer Mitglieder. Polen wie Deutsche haben in den letzten Jahrzehnten mehrfach erfahren, dass die Solidarität der europäischen Staatengemeinschaft mehr ist als nur wirtschaftliche Zusammenarbeit. Um es mit den Worten von Jerzy Popiełuszko zu sagen: »Solidarität ist die Einheit der Herzen, Geister und Hände, die ihren Ursprung in den Idealen haben, die in der Lage sind, die Welt zum Besseren umzuwandeln. / Solidarność to jedność serc, umysłów i rąk zakorzenionych w ideałach, które są zdolne przemieniać świat na lepsze.« (Popiełuszko 1983).


Vortrag beim Internationalen Kolloquium über »Polen zwischen Deutschland und Russland« am 24.09.2010 in Pułtusk/Warschau


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