Ernst Eichengrün: Zwischenrufe


Das Sommerloch-Thema hat sich mittlerweile zu einem veritablen Schwerpunkt-Thema entwickelt – in den Medien, sowie in den sozialen und asozialen Netzen. Es geht jetzt um die grundlegende Frage, ob die Integration von Generationen von Migranten gelungen ist oder nicht. Einige »bio-deutsche« Reaktionen haben viele Mitbürger mit Migrations-Hintergrund aufgewühlt. Etliche dieser Reaktionen, insbesondere in den asozialen Netzen – haben in ihrer Niedertracht, Ihrer Fremdenfeindlichkeit und ihrem Rassismus kräftig zur Verunsicherung der Integrierten und der noch zu Integrierenden beigetragen. Die Saat, die die AfD so eifrig gesät hat, geht jetzt auf. Das Verhalten des DFB dürfte den Eindruck verstärkt haben, dass es auch für die Mitte der Gesellschaft nicht mehr selbstverständlich ist, Hass energisch zurückzuweisen.

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Die in den letzten Tagen in der Presse angesprochene neue Studie von Prof. Monika Schwarz-Friesel (TU Berlin) steht jetzt im Netz:

https://www.linguistik.tu-berlin.de/fileadmin/fg72/Antisemitismus_2-0_Lang.pdf

Ziemlich lang, aber interessant auf den ersten Blick vor allem:

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Am letzten Mittwoch wurde in Bonn ein Kippa-tragender israelischer Professor, der zu einem Gastvortrag gekommen war, von einem 20jährigen Araber beleidigt und tätlich angegriffen. Der Täter hat palästinensische Wurzeln. Ist aber offensichtlich deutscher Staatsbürger. Er war schon vorher wegen Drogendelikten polizeilich aufgefallen. Die Eltern haben erklärt, ihr Sohn sei bisher nicht als radikal aufgefallen. Klar: Bei den meisten Arabern scheint der Antisemitismus zur normalen Grundausstattung zu gehören.

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