Siebgeber Ulrich

Mag sein, das Volk ist eine irrationale Größe. Doch daraus auf die Rationalität der Eliten zu schließen wäre, sagen wir ... nicht in Ordnung.

Und doch, man geht wie auf Strickleitern durch Ihre Texte. Immer mit einem Anflug von Höhenangst. Das strengt ganz schön an.
Laska Freyh auf Twitter

Ulrich Siebgeber: Der Stand des Vergessens

von Ulrich Siebgeber

Es ist nun, grob gesprochen, fünf Jahre her, dass ich die Universität verließ – etwas vorzeitig, denn ich hatte noch viel vor. Ich hielt einen Milieuwechsel für angemessen, denn da draußen, hatte man mir gesagt, spielt das wirkliche Leben, und wer sich ihm lange genug entzogen hat, der will es am Ende doch, auf welchen Wegen auch immer, kennenlernen, vielleicht sogar ein Stück gestalten.

Weiterlesen ... Mein Leben unter Bekloppten

von Ulrich Siebgeber

Manchmal darf es auch eine Glosse sein. Das keineswegs unschuldige, allerseits »Entsetzen« auslösende WDR-Kinderliedchen von der »Oma« als »Klimasau« könnte daran erinnern, dass »Oma« und ihre Jahrgänge nicht nur die Umweltpolitik der westlichen Länder durch das ertrotzten, was heute den Kindchen als Moral-Sabberlätzchen dient, durch Umweltaktivismus, sondern auch die Klimadebatte entfachten, als deren Nutznießer medienverwöhnte Halberwachsene gegenwärtig ihre Politkarriere einfädeln. Bekanntlich war es die Generation Oma, die das vom Finanzministerium geplünderte Klimamodell entwickelte, während inzwischen ein Teil der Wissenschaft, soweit sie sich nicht mittels billiger Angstmache die Taschen füllt, differenziertere Wege geht, die wahrzunehmen die aktuelle Aktivisten-Generation offensichtlich zu bequem ist. Das hindert Oma zwar nicht daran, in den Hühnerställen der Hypermoral SUV zu fahren und dabei gewaltige Mengen CO2 auszustoßen, offenbar aber ebensowenig, den unschuldigen Kleinen mit den hellen Stimmchen gelegentlich die Last mit den Vollzeitarbeits-Eltern abzunehmen und ihnen aus dem Märchenbuch der modernen Welt die neuesten Katastrophenmeldungen vorzutragen.

Weiterlesen ... Jahresendsatire, (auch) ein deutsches Requiem

von Ulrich Siebgeber

An den Reaktionen auf die SPD-Wahl der neuen Vorsitzenden scheint vor allem eines echt zu sein: das Erstaunen. Ex negativo kann man daraus schließen, was die Mehrzahl der Kommentatoren, berufen oder unberufen, von der innerparteilichen Demokratie der Genossen halten: nichts. Allen galt als so gut wie bewiesen, dass das Paar Geywitz/Scholz das Rennen machen würde: Schließlich wollte es die Parteispitze so und das allein würde zählen. Mit der Wahl vom vergangenen Samstag ist der Partei auf einen Streich gelungen, woran ihre große Konkurrentin seit längerem erfolglos laboriert: Sie hat sich der Mitverantwortlichen vom Sommer 2015, dessen Erbschaft noch immer die politische Landschaft vergiftet, endgültig entledigt und ihr gelang die Rückkehr zu innerparteilichen Verhältnissen, wie sie zuletzt Anfang der dreißiger Jahre herrschten: Sie ist jetzt charismafreie Zone.

Weiterlesen ... Was wollen die Sozialdemokraten?

Weitere Beiträge

  1. Ungehaltener Vortrag eines ungehaltenen Demokraten
  2. Politikwende ins Nichts
  3. Die Auferstehung der Toten und anderer Schnickschnack
  4. Wer rettet die Welt? Eine Bestandsaufnahme
  5. Seid ihr alle gute Europäer? - Jaah!!
  6. Ein klebriger Geschmack namens Europa
  7. Der Mond über Soho
  8. Schuld des Werdens. Kleine Neujahrsrede mit *
  9. Höllensturz mit Ansage
  10. Als Friedrich Merz die Wahl zum Parteivorsitzenden verlor und dabei viel Spaß hatte
  11. Jagdszenen an der Spree
  12. Das Elend der Genossen. Wie man eine Republik zerquatscht
  13. Tschipek. Wie einer (ganz allein) den Kapitalismus verhaut
  14. Wege aus der Dunkelflaute
  15. Die Regenmacher
  16. Sommerstroh, gedroschen, geschüttelt und – leicht – gerührt
  17. Rassismus. Wortwechsel aus der beschädigten Welt
  18. In der Zeit-Schleife
  19. Die Nation, dein Feind
  20. Das einfache Mitgefühl oder: Herztod des Parlaments
  21. Nachts lesen die Ratten doch
  22. Leutnant Forstner und der Abfall
  23. Wenn’s der Rechtsauffassung dient. Sarrazin und der Iran-Deal
  24. Bremer Kenntlichkeit
  25. Der ikarische Freund. Wissenschaft als Desinformation
  26. Wenn Baberowski abends die Trommel rührt
  27. Das Ende naht
  28. Tafeln wie Gott in Frankreich
  29. Ende mit Faxen
  30. Kann weg!
  31. Vorschlag, eine ordnungsgemäße Familien-Zusammenführung betreffend
  32. Deutsches Kino, zum letzten
  33. Die Lösung ist das Problem
  34. Im Zeichen der Hündin
  35. Depressive Dominanz
  36. Die Journalisten
  37. Die Stunde der Republik
  38. Der Absturz
  39. Reif gewordene Einsicht oder: Wahlkampf vom Feinsten
  40. Duell mit Beilage
  41. Lehrstück vom Klotzen
  42. Quanzler
  43. Die Weltenretter und ihr Eigentum
  44. Pfötchengeben mit Trauzeugin
  45. Phil & Phob. Islamexperten unterwegs
  46. Ach Helmut –
  47. Deutschland En Marche!
  48. German Hetze
  49. Die Katze lässt das Mausen nicht oder: So gewinnen wir die Wahl!
  50. Die USA schulden der Welt eine Regierung
  51. Fac ten Chek oder Die Eskapade
  52. Flanke des Entsetzens
  53. Narziss(t)enkrieg
  54. Die Freiheit des Andersdenkenden
  55. Sie nennen es Treue
  56. Das Weltsummenspiel
  57. Trauben vom Bosporus
  58. Babel Fake Speech
  59. Der schwedische Freund
  60. Freiheit und Analogie
  61. Wahl ohne Wahl
  62. Die Kompetenz des Präsidenten
  63. Schwarzes Doppel
  64. Gescheitert
  65. Totes Rennen, dicker Hund
  66. Albtraum einer Kanzlerin
  67. Drückt der Schuh, so schreit der Wicht
  68. Die Unruhe
  69. Wer – wen?
  70. Franz Hörmann, der Außerirdische
  71. Mit Schmäh, Schmarrn und Methode
  72. Ins Horn gestoßen
  73. Politischer Burnout
  74. Die Kritik entlässt ihre Kinder
  75. How to make America great again
  76. Der Elitendiskurs und seine Nutznießer
  77. Europas Warner
  78. Neues vom Hater
  79. Nicht vermittelbar
  80. Macht Peter Brandt zum Bundespräsidenten
  81. Duell der Millionen
  82. Sollten Sie unterwegs einen Nobelpreis finden, heben Sie ihn auf
  83. Trump oder Die Maske des Entsetzens
  84. Europas Retter. Von Zäunen und Schnitten
  85. Um ein Haar
  86. Niqab oder Hidschab?
  87. Wieviel Andersheit verträgt der Planet?
  88. Trommeln in der Nacht
  89. Religion: die Klassiker
  90. Forza cattolica
  91. Das Schweigen der Kassandren
  92. Zeit des Deliriums
  93. Selbsternannt. Von Narren- und Zauberwörtern
  94. The turn of the screw. Zwischenbetrachtung
  95. Das vergisst sich leicht
  96. Brexit: Notfall der Souveräne
  97. Vorwärts immer. Reifes vom Mundwerk
  98. Das Nationen-Spiel
  99. Deal and run!
  100. Der Untergang der EU und ähnliche Petitessen
  101. Endotugend und Exotugend
  102. Ratschlag für Wiedergänger
  103. Honk und Troll
  104. Beckmesser
  105. Innen tobt Er
  106. Geschichte von hinten
  107. Die Prozente sind frei
  108. Schön wie Panama
  109. Neues vom Sonderweg
  110. Angstbild
  111. Drachensaat
  112. Erpresste Versöhnung
  113. Die veralberte Nation
  114. Loser Vogel Selbsthass
  115. Die Anpacker
  116. Das Atlasspiel
  117. Kleine Schlange Aufschub
  118. Achtung, Kinder
  119. Pauken und Trompeten
  120. Die Versuchung
  121. Blaue Blume Verwegenheit
  122. Wir Etatisten
  123. Täter*innen
POLITIK GESELLSCHAFT KULTUR GESCHICHTE
Deutschland Modelle Fluchten Zeitgeschichte
Europa Identitäten L-iteratur Personen
Welt Projektionen Medien Entwicklungen
Besprechungen Besprechungen Ausstellungen Besprechungen
    Besprechungen  

Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.