von Herbert Ammon

I.

Hätte Kevin Kühnert nicht aus jungsozialistischer Überzeugung die Eigentumsfrage gestellt, den Kapitalismus als solchen als Grundübel der Gesellschaft benannt, der 1. Mai 2019 wäre ohne jegliche Aufregung verlaufen. Gegenüber Kühnerts Proklamationen verloren die Berliner Traditionsveranstaltungen – Klassenkämpfe im Teilbezirk Friedrichshain mit nur etwa 35 verletzten Polizisten, dazu ein fröhlicher Marsch auf die bourgeoise Hochburg Grunewald – an medialem Stellenwert.

Weiterlesen ... Demokratischer Sozialismus redivivus? Eine aktuell notwendige Kritik des Begriffs
Aufnahme: Johannes R. Kandel

von Ulrich Siebgeber

Nirgendwo wird so viel gelogen wie auf dem Feld der Moral und nirgendwo so ausdauernd wie auf dem der Sexualmoral – jedenfalls dann, wenn man der allgemeinen Auffassung folgt. Ob’s stimmt? Der Gedanke, man könnte die sexuellen Aktivitäten der Leute per Fragebogen erfassen, hat seit dem ersten Kinsey-Report von 1948 die Gemüter bewegt, wenngleich mit nachlassender Intensität. Und siehe da, im gleichen Zeitraum scheint auch die sexuelle Aktivität der Bevölkerung von Erhebung zu Erhebung nachzulassen, als lohne es nicht mehr, sich für ein bisschen bedrucktes Papier hübsch verwegen zu lügen. Ein ähnliches Phänomen verrät die Plakatierung im aktuellen Europa-Wahlkampf: Für Europa? Ja sicher.

Weiterlesen ... Ein klebriger Geschmack namens Europa

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