Weißgerber Gunter

Gunter Weißgerber, Publizist, geboren 1955, SPD-Abgeordneter des Deutschen Bundestages 1990-2009, von 1990 bis 2005 SPD-Landesgruppenvorsitzender Sachsen in der SPD-Bundestagsfraktion, zählt zu den Gründungsmitgliedern der SPD in der DDR (SDP). Er trat als Redner bei den Leipziger Montagsdemonstrationen auf und gehörte von März bis Oktober 1990 der ersten frei gewählten Volkskammer der DDR an und zählte zu den 144 von der Volkskammer gewählten Abgeordneten, die am 3. Oktober 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages wurden.

Wikipedia-Eintrag

Dh1970 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], von Wikimedia Commons

von Gunter Weißgerber

Für den 28. November 2018 lud der Vorstand der ›Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft (DPG)‹ zur Mitgliederversammlung nach Berlin ein. An historisch bedeutsamen Ort, dem früheren ›Reichstagspräsidentenpalais‹ und jetzigen Gebäude der ›Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft‹, sollten der Rechenschaftsbericht sowie Satzungsänderungen beraten werden. An und für sich übliche, gleichwohl notwendige Themen in der Mühe der Ebene von Vereinstätigkeiten.

Weiterlesen ... Sittenverfall in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft

Eurer Exzellenz melden wir gehorsamst, daß die … Kartoffelserie ›Hindenburg‹ den Sieg errungen hat

An der Kartoffel »Hindenburg« kann Deutschlands Weltkriegsniederlage 1918 nicht gelegen haben. Die gab im Herbst 1917 ihr Bestes und wurde klarer Sieger im Kartoffelerntekampf. So vermeldete es jedenfalls die Deutsche Kartoffelkulturstation per Telegramm an Generalfeldmarschall Hindenburg. Nachzulesen im Heeresbericht von Edlef Köppen (S. 253). Heeresbericht ist der Titel eines 1930 im Horen-Verlag veröffentlichten Romans von Edlef Köppen.

Weiterlesen ... Edlef Köppen, Heeresbericht, Ost-Berlin (Verlag der Nation) 1981, 383 Seiten (Gunter Weißgerber)
Von Bundesarchiv, B 145 Bild-F058375-0003 / Wienke, Ulrich / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5458252

von Gunter Weißgerber

Mit Rudolf Augstein habe ich mich noch nie groß beschäftigt. Er war eine wichtige Person der Zeitgeschichte und ohne seinen Spiegel, der in der DDR zur gleichsam begehrten wie gefährlichen Konterbande gehörte, wäre auch mein politisches Leben ärmer gewesen.

Irgendwie schien mir Rudolf Augstein der große Gegenspieler zu Axel Cäsar Springer gewesen zu sein. Beide lagen an unterschiedlicher Stelle oft richtig. Im Nachhinein lag Springer sogar öfter richtig als Augstein. Der wiederum Springer etwas voraus hatte: ein kurzes Stück bundesparlamentarische Erfahrung. Rudolf Augstein glaubte 1972, Bundespolitik sei ein einfacher Nebenjob und ging auf der FDP-NRW-Landesliste in den Bundestag. Schnell merkte er, die Mühen der Ebene erfordern mehr als gutes Schreiben und 1973 entschwand er wieder in den Spiegel.

Weiterlesen ... Auch Götter können irren. Rudolf Augstein 1964

Weitere Beiträge

  1. Markus Meckel und fremde Federn
  2. Kelly M. Greenhill: Massenmigration als Waffe, Rottenburg (Kopp) 2016, 423 Seiten (Gunter Weissgerber)
  3. Ein Leben ohne Ferdinand Lassalle und Mark Twain ist für die SPD möglich, aber sinnlos
  4. Alles Geschichte. Die Historische Kommission der SPD kann gehen
  5. Antje Sievers: Tanz im Orient-Express, Berlin (Achgut Edition) 2018, 150 Seiten
  6. Ulrich Schödlbauer/Joachim Vahland, Das Ende der Kritik, Berlin (Akademie Verlag) 1997, Reprint Berlin (De Gruyter) 2018
  7. Wir brauchen einen neuen Pakt zwischen dem Staat und seinen Bürgern
  8. Klaus-Henning Rosen: Grenzland. Meine Zeit mit Willy Brandt, Bonn (Dietz) 2017, 328 Seiten
  9. Der SPD-Strudel: Große Verantwortung oder kleine Opposition
  10. Nein zu Merkel-IV
  11. Tollhaus SPD-Mitgliederentscheid
  12. Vom 2. Mai zum 9. November 1989
  13. Gründung der Leipziger SDP am 7. November 1989
  14. Zehn Thesen für ein weltoffenes Deutschland
  15. Willy Brandt – ein großer Deutscher und Europäer
  16. Die SPD und die Zwangsläufigkeit ihrer Wahlniederlage vom 24. September 2017
  17. Ulrich Schödlbauer: Notizen zur Deutschen Einheit, Heidelberg 1994, 82 Seiten
  18. An der Wahlmauer
  19. »Denn sie wissen nicht, was sie tun...?«
  20. Meine persönliche Milchgeschichte
  21. Peter Wensierski: Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution: Wie eine Gruppe junger Leipziger die Rebellion in der DDR wagte, München (DVA) 2017, 464 Seiten
  22. Dritter Weg versus Deutsche Einheit: Die SED setzte Stolpersteine
  23. Das Freiheits- und Einheitsdenkmal – ein Dauerbrenner, zumal in Wahlkampfzeiten?
  24. Ein geglückter Volksaufstand
  25. Die SED kann plötzlich Luft holen
  26. SPD: Die Gerechtigkeitsfrage als Signal
  27. Ein historischer Fenstersturz der anderen Art
  28. Kohls Giftküche und Der Spiegel 1990
  29. Hans Büchler – Ein Freund wird 77
  30. Vom SED-Aufnahmestopp der SDP zur Deutschen Einheit
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  32. SPD, CDU und die Büchse der Pandora
  33. Deutsche Einheit 1990. Rußland 2016. Und Trump...
  34. Deutsche Einheit 1990. Rußland 2016. Und Trump...
  35. Deutschlands Weg 1989/90 in die Einheit – Wo stehen wir heute? Was wird uns die Zukunft bringen?