Kerbers Kolumne. Aufnahme: ©JCK 2020 Aufnahme: ©MCK

Dr. jur. Markus C. Kerber ist Professor für Finanzwissenschaft und Wirtschaftspolitik an der TU Berlin, Gründer von www.europolis-online.org. In seiner Kolumne nimmt er Beobachtungen aus dem politischen und juristischen Alltag der Nation zum Anlass für zeitdiagnostische Überlegungen: provokant-ironisch im Ton, tabubrechend, wo es sich empfiehlt, mit jenem Maß an Schärfe, das nötig ist, um zu sehen, in welchem Fahrwasser sich die öffentlichen Dinge hierzulande bewegen.

von Markus C. Kerber

Großbritannien hat bislang 100.000 Tote im Zusammenhang mit der Corona Pandemie zu beklagen, doppelt so viel wie in Deutschland verstorben sind. Die Notwendigkeit des Handelns liegt also auf der Hand. Daher hat sich die – gewiss umstrittene – Regierung von Boris Johnson dazu durchgerungen, alles auf eine Karte zu setzen und das von Astra-Zeneca entwickelte Vakzin notzuzulassen und mit den Impfungen zu beginnen. Die logistischen Erfolge lassen sich sehen. Der Britische Gesundheitsminister wies am 25.01.2021 darauf hin, dass in Großbritannien in einer Woche mehr Menschen geimpft worden seien als in Frankreich während der gesamten Epidemie.

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von Markus C. Kerber

Die Einlassungen der EU-Kommission zur wachsenden Kritik an ihrer Impfstoffbeschaffung und -verteilung nehmen skurrile Züge an. Natürlich verteidigen nicht nur die zuständige Gesundheitskommissarin und die Präsidentin der EU-Kommission, Dr. med. von der Leyen, die bisherige Einkaufs- und Verteilungsperformance. Auch die Chefunterhändlerin der Kommission lässt sich zu der geharnischten Kritik öffentlich ein und beharrt auf der Geheimhaltung der Vertragsbedingungen.

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von Markus C. Kerber

Wäre die Infektionsentwicklung in Deutschland nicht so bedrohlich, so könnte man über die Impfstoffversorgung, wie sie von der EU und vom Bundesgesundheitsminister betrieben wird, nur müde lächeln.

Obschon Langzeitfolgen der Benutzung der unterschiedlichen Vakzine bislang gar nicht erforscht werden konnten, haben unterschiedliche Hersteller Notfallzulassungen von der europäischen Arzneimittelbehörde bekommen. Dies gilt jedenfalls für das von BioNTech/ Pfizer entwickelte Vakzin genauso wie für die an der Universität Oxford von dem britisch/schwedischen Konzern Astra-Zeneca und von Moderna entwickelten Impfstoffe. (Der chinesische Impfstoff Sinopharm und der russische Impfstoff Sputnik V sind bislang noch nicht in den Genuss dieser Eilentscheidungen gekommen.)

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Sämtliche Abbildungen mit freundlicher Genehmigung der Urheber. Die frei verwendeten Motive stammen von Monika Estermann, Renate Solbach und Ulrich Schödlbauer.